Kennzeichen-Folklore ist einer Kreisstadt unwürdig
Anlässlich der Diskussion um die Wiedereinführung lokaler Kfz.-Kennzeichen, wie beispielsweise dem `BNA´ für den Altkreis Borna erklärt Enrico Stange, Mitglied des Sächsischen Landtags und Sprecher für Infrastrukturpolitik und Landesentwicklung der Fraktion DIE LINKE.:
"Die Bornaer hatten partei- und lagerübergreifend hart und fair um den Kreissitz im gemeinsamen Landkreis Leipzig gekämpft. Ihr Wille, wirtschaftliches, politisches und Verwaltungszentrum des neuen Kreises zu sein, hat sie den Kampf gewinnen lassen. Seit der Verwaltungs- und Funktionalreform müssen die Bornaer jedoch stets wachen Sinnes sein, um der Auszehrung des Kreissitzes zu begegnen. Seien es die Berufsschulstandorte, die Wirtschaftsförderung, Kreisjugendring, Finanzamt und vieles mehr – eine "unsichtbare Hand" hat es offenbar auf die Große Kreisstadt abgesehen.
Nachdem sich die Bornaer auf den neuen Kreis eingelassen haben und auch gern die Kreisstadt bewohnen, sollten wir alle uns auch positiv auf den gemeinsamen Kreis beziehen. Das "L" steht nicht nur für Leipzig, sondern eben auch für den Landkreis. Und Borna steht als Große Kreisstadt und Kreissitz in besonderer Weise für diesen Kreis in der Verantwortung. Hinter diese Erkenntnis sollte niemand zurück stehen, auch keine ehemaligen OB-Kandidaten. Übrigens hat Borna für seine Zukunft als Kreisstadt anderes zu bewegen als Hunderte Kfz.-Halter zur Zulassungsstelle. Darum sollten sich die Kennzeichen-Folkloristen kümmern und die Stadt in ihrem Streben um die Stärkung der Kreissitzes unterstützen. Und ganz nebenbei sollte auch jedem BNA-Befürworter klar sein, dass diese Buchstaben einst für den Altkreis Borna vergeben wurden, nicht für die Stadt."
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